Was ist Gin? Der Ginmacher erklärt.

Was ist Gin? Der Ginmacher erklärt.

Was ist Gin? Der Ginmacher erklärt.

 

Die erste Spirituose auf Wacholder Basis war der Genever aus den Niederlanden. Von dort gelangte der Gin nach Großbritannien und dann in die Ganze Welt. 

Dabei wurde schon um das Jahr 1000 ein alkoholischer Wacholderauszug für die Verdauung, die Nieren und die Blase und gegen Sodbrennen eingesetzt.

Der Arzt Franziskus de la Boë - oft als „Urvater des Gins“ bezeichnet - hatte einen Wacholderschnaps erfunden, den er Genever nannte. Als Mittel gegen Magenschmerzen war er bei seinen Kunden sehr beliebt. 

Franziskus musste aber feststellen, dass viele seiner Patienten die Medizin so gut schmeckte, dass sie auch ohne Grund gerne eingenommen wurde.

Während dem spanisch-holländischen Krieg 1568-1648 wurden die Holländer aus religiösen Gründen von den Engländern gegen die katholischen Spanier unterstützt. Dabei kamen auch viele Briten mit dem köstlichen Getränk in Berührung und brachten den Schnaps und das Rezept nach Hause.

Was ist Gin? Ein guter Cocktail!

1689 bestieg Wilhelm von Oranien-Nassau den Thron von England. Während seiner Regentschaft entwickelte sich die Popularität von Gin rasant. Das war allerdings nicht nur dem tollen Geschmack sondern auch der günstigen Steuerlage des Produkts zu schulden. Teilweise überstieg der Konsum von Gin sogar den von Bier. Es kam zu einem regelrechten "Gin Craze", weil vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten den, oft billigst gebrannten und teilweise mit Terpentin versetzten Schnaps als billiges Rauschmittel liebten.

Nach etlichen Todesfällen durch gepanschten Schnaps kam es 1751 zum "Gin Act".  Strenge Kontrollen und klar definierte Qualitätsstufen machten den Gin auch für höhere Gesellschaftsschichten interessant. Der klassiche "London Dry Gin" wurde geboren.

Gin Trinker 1751 - Was ist Gin?

Alex von den Münchner Ginmachern erklärt uns in diesem Video die drei unterschiedlichen Qualitätsstufen des Gin.

  • London Dry Gin, wo nur vor der Destillation Geschmacksstoffe zugegeben werden können
  • Dry Gin. Hier können nach dem Brennen noch z.B. Rosmarinzweige oder Zitruszesten hinzugefügt werden. Das nennen Ginmacher einen Garnish.
  • Bathtub Gin. Eine sehr einfach Herstellungsform wo die Geschmackslieferanten einfach im Alkohol eingelegt werden, bevor der Gin dann gefiltert und abgefüllt wird.

Um der Malaria in den indischen Kolonien vorzubeugen wurde Soldaten die Einnahme von Chinin empfohlen. Das war als Gin&Tonic besonders schmackhaft, und die in Tonic verarbeitet Chininrinde half angeblich hervorragend gegen diese Tropenseuche.

Chinabaum - Was ist gin?

Nach der Alkoholprohibition 1919-1933 fasste der Gin auch in den USA schnell wieder Fuß.

Hierzulande kam er nach einem Revival in den 70er fast in Vergessenheit, bevor er seid 2010 wieder voll im Trend ist. Mittlerweile gibt es auch in Deutschand dutzende hochqualitative Kleinbrennereien. Da Gin aus reinem 96% Rohalkohol hergestellt wird, in dem dann entsprechend die Botanicals eingelegt werden, ist eine Lizenz deutlich leichter zu erhalten, als für die Herstellung von Bränden aus Rohstoffen wie Obst und Getreide.

Die Münchner Ginmacher machen London Dry Gin, den sie aber Münchner Dry Gin nennen, weil er ja schließlich in München mit viel Liebe zum Detail und Handwerkskunst hergestellt wird.

Ginmacher - Was ist Gin?

 

Wir empfehlen den Ginmacherin Gin als ideales Geschenk für Mütter und die anderen wichtigen Frauen in eurem Leben. Oder den Bavaricus für die männlichen Gingenießer.

Hier geht's zum Gin ->

Photo by Henry Geddes from Burst

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