Kühlschrank im Zaun – Hier gibt’s Kompott©

Kompott Saft Gründer Nadine und Michael
Raphael Spannocchi
Dezentral ist schöner und schmeckt besser!
Vom Maschinenverkauf zum Safthersteller

Hinter Kompott-Saft stehen Nadine Damblon und Michael Marcovici. Die beiden Unternehmer leben in Neuwaldegg in Wien, und vertreiben eigentlich Gefriertrockner. Unter Wave.CC verkaufen sie kleine, leistungsfähige Industriemaschinen an kleine und mittlere Produzenten.
Ihre Kunden kommen aus ganz Europa. Erst vor kurzem rief ein Fischer aus den Faröer Inseln an. Er liefert gefriergetrocknete Fisch-Stücke an benachbarte Ölbohrinseln. Weil per Helikopter geliefert wird, kommt es auf jedes Gramm Ladung an.

Gefriertrocknung erhält die Nährstoffe und Vitamine und erzeugt eine knusprige, luftige Konsistenz. Das Trockengut verfärbt sich dabei kaum, und bleibt auch in der Form erhalten. Das konnten wir bei einer der köstlichen gefriergetrockneten Erdbeeren in Schokolade erleben. Einfach herrlich.

Jede Maschine von Wave muss vor Auslieferung natürlich gründlich getestet werden, und so kamen Nadine und Michael auf die Idee selbst gefriergetrocknete Früchte herzustellen. Erdbeeren, Mandarinen, Äpfel und einiges mehr. Die werden dann teilweise schokoliert, oder in schöne Gläser verpackt. Dabei steht wie bei Stefan Vogler auch bei den beiden Qualität an erster Stelle.

Erdbeeren gefriergetrocknet in Schokolade

Verkauft wird in der Nachbarschaft. Kleine Mengen, faire Preise, tolle Qualität. Michael ist aktives Mitglied der Facebook Gruppe seiner Nachbarschaft. Das Echo auf die hergestellten Lebensmittel war groß. Da erinnerte er sich an eine Geschäftsidee, die er vor fast 10 Jahren mal begonnen hatte. Kompott-Saft.

Der Saft der aus der Disko kam…

Michael kocht gerne. Im Herbst nutzt er die Äpfel aus seinem Garten oder denen von Freunden um köstliches Kompott herzustellen. Dabei entsteht ein köstlich nach Apfel, Zimt und Ingwer schmeckender, mild süßer und fruchtiger Saft, den er liebt. Seine Kinder waren oft schneller und tranken ihm das begehrte Nebenprodukt weg, sobald der Topf nicht mehr kochend heiß war.

Bei einer ausgelassenen Feier mit Freunden, wo der Kompott Saft – mit Wodka gemischt – als “Kompotka” der Renner des Abends wurde, kam ihm zusammen mit seinem Freund, dem österreichischen Musikpionier Patrick Pulsinger, eine Idee:

Warum nicht den Saft an Nachlokale und Clubs verkaufen, zusammen mit dem Rezept für “Kompotka”?

Boskop Äpfel - die ideale Basis für Kompott Saft

Die beiden traten an die “Grelle Forelle”, einer von Wien’s beliebtesten Nachtclubs, heran und konnten den Geschäftsführer gleich überzeugen. Er nahm zunächst mal 30 kleine Flaschen des Getränks. Auch die Gäste der “Grellen” waren überzeugt. Das schmeckt. Sofort bestellt der Gastronom 1000 Flaschen.

Allerdings war Michael’s Wohnung damals im 3ten Stock, ohne Aufzug! Die Vorstellung hier täglich mehrere Zentner Äpfel rauf, und die Flaschen wieder runter zu schleppen waren abschreckend genug, um die Bestellung zu stornieren und das Nebengeschäft auf Eis zu legen.

Nun lebt er mit seiner Partnerin Nadine in Neuwaldegg in einem Haus, mit einer ebenerdigen Küche. Durch die Arbeit mit Früchten kam die Idee Kompott-Saft wieder aufleben zu lassen.

Nachbarschaft zuerst…

Gesagt, Getan. Nadine und Michael stellten 100 Flaschen her. Ein Logo kam von einem befreundeten Designer. Michael nutzt seine handwerklichen Fähigkeiten um einen Kühlschrank und eine kleine Sparbüchse in seinen Zaun zur Straße einzubauen, .

Käufer kommen vorbei, bleiben am Kühlschrank stehen und werfen einfach den Betrag in die Sparbüchse. Nachbarschaftliches Vertrauen macht’s möglich.

Ein Foto wurde auf Facebook in die Neuwaldegg-Gruppe gestellt, und das Echo war gigantisch. Manche Freunde kommen nach dem Post sogar 100e Kilometer angereist um den Saft zu kaufen. Alte Bekannte bleiben gleich auf einen Plausch mit dem sympathischen Unternehmerpaar. Da wird klar. Kompott hat Potenzial.

Facebook Post mit 135 Likes - Kompott Saft hat das Potenzial zum Durchbruch.

Nadine und Michael planen gerade wie sie den Saft und die gefriergetrockneten Früchte mehr Menschen zugänglich machen können.

Daweil konnten wir uns überzeugen: Der Saft hat das Zeug zum Suchtmittel 🙂 Und erst die schokolierten Früchte! 🥰Köstlich!

Wenn Du, lieber Leser, den Saft oder die Früchte von Michael oder Nadine kennen lernen möchtest, schreib in die Kommentare! Wir überlegen etwas von den beiden in die nächste Box zu tun!

Bis dahin wünschen wir den beiden weiter viel Erfolg und sagen: “Auf Wiedersehen! Es hat uns sehr gefreut!”

PS: Raphael hat sich total in die Apfelschälmaschine verliebt. Was es alles gibt 🙂 Wenn ihr die in Aktion sehen wollt, hier ein Video:

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2 Antworten

    1. Liebe Gabi, Danke für deinen Kommentar und die Info deiner Wünsche! Immer wieder Herzlich Willkommen! wir schauen was wir machen können, wünschen dir Alles Liebe und freuen uns von dir zu hören…

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