Wenn in Giesing der Flieder wieder blüht – schmeckt der Honig am besten.

Johanna Spannocchi
Johanna liebt Schafe 🐑 Und das Besondere.

Hinter Giesinger Honig stecken die Freunde Tobias Aigner & Kathrin Schmoll.

“Der Giesinger Honig ist ein Herzensprojekt, das neben unseren Jobs Platz
bekommt. Wir leben in Giesing, die Bienen leben in Giesing – der Honig kommt aus Giesing. Ja, sogar die Etiketten-Druckerei sitzt in Giesing.”, sagt Kathrin, in schönstem Münchnerisch, “Der Entschluss fiel im Sommer 2014, als wir den perfekten Platz für die Bienen gefunden hatten und das ganz in der Nähe unserer Wohnungen. Den ersten Honig gab es dann 2015 – erst nur für Freunde und Familien … dann für alle Honigliebhaber in und um Giesing.”

Bienen auf einer Wabe


Die Bienen leben, schwirren und produzieren auf einem alten Gärtnerei-Areal, das zum Ostfriedhof in Giesing gehört. Das sprechen Honigliebhaber, mit besonderem Giesing- oder München-Bezug und jene, die gern kleine lokale Marken unterstützen an.

“Der erste Kennerkreis waren Freunde, Familie und Kollegen. Inzwischen
verkaufen wir den Honig in verschiedenen kleinen Läden in Giesing, sodass
der Kennerkreis stetig weiterwächst.”, Tobias ist stolz, auf das, was die beiden in den letzten Jahren neben ihren Jobs geschafft haben.
Auf die Frage, wieviele Angestellte sie haben, meint er: “Wir, das sind aktuell 9 Bienenvölker. In der Hochsaison zählen wir also bis zu 400.000 Bienen, 9 Königinnen und 2 Menschen.”
Tobias ist Chef-Imker, Bauherr, Zeugwart, Gleichstellungsbeauftragter für die
Drohnen, während Kathrin als Imkerin, Marketing-Chefin, Honigwächterin, Stimmungsbarometer firmiert. 

Eine Bienenwabe gegen die Sonne betrachtet

Giesinger Honig ist nicht skalierbar, bewußt. “Wir sind bei 90 Prozent Auslastung derzeit. Wir können 10 Bienenvölker an unserem Standort
unterbringen. 9 haben wir. Wir fühlen uns gesund. Unser Hauptfokus gehört immer noch den Bienen und ihrem Wohlergehen – der Honig verkauft sich als regionale Spezialität gut in den Läden Giesings.”, meint sie zufrieden,
“Wir lieben die Bienen und gehen mit ihnen durchs Jahr. Unser Treffpunkt und
Alterssitz ist die von Tobias geschreinerte Bank im Bienengarten, einem
grünen Idyll mitten in der Stadt. Der Rest ist ein Produkt daraus.
Wir produzieren nach BIO-Richtlinien, wenn auch ohne entsprechende
Zertifizierung. Wir freuen uns, wenn unser Honig geschätzt wird – und auch die Läden, die ihn für uns verkaufen davon profitieren.”


Die nächsten Ziele, fragen wir, “Wir wollen in die Berge! Eine kleine Berghütte, zu der wir ein paar Völker stellen könnten, das wär’s. Und: Wir wollen auf die Insel! Fürs warme Überwintern der Völker träumen wir zudem von einem Plätzchen auf einer Insel im Süden.”

Unser Favorit ist der Frühjahrsblütenhonig in cremiger Form. Den gibt es besonders selten, weil es im Frühjahr tendenziell weniger Honig gibt– und
das Cremig-Rühren ein zusätzlicher Aufwand ist, der auch nicht immer gelingt.
Bienen Völker in Stöcken
Zum Abschluß haben Kathrin und Tobias noch ein paar gute Sprüche für uns zum Mitnehmen: “Steht der Stachel dir entgegen, kann’s was auf die Mütze geben.”, meint Kathrin, die sonst als auch als Yogalehrerin unter Sumitra Yoga zu finden ist.

“Bee calm. (Wer glaubt, er könnt hektisch zu den Bienen gehen … wird was erleben) Zieht ein Gewitter auf – zieh den Schleier tiefer.”, fügt Tobias hinzu.

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